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Wie überall in der Welt ist auch in Marokko der ländliche Raum in starker Veränderung. Das textile Schaffen der Frauen hat sich durch alle Zeiten aus den Ressourcen des autarken Lebens, aus der kunstfertigen Verarbeitung der Wolle der Schafe, aus den großen Herden der Stämme gespeist. Doch heute mangelt es durch Abwanderung und Aufgabe des traditionellen Lebens an diesem segensreichen Material. Handversponnene Wolle ist kostbar geworden. Dafür überschwemmen die Altkleider unserer westlichen Konsumgesellschaft die Märkte des Landes und bieten den Knüpferinnen damit neues Ausgangsmaterial. Zu Streifen geschnitten, wie wir es auch von unseren Fleckerlteppichen kennen, wird resilient im Hausfleiß gewoben und geknüpft. Den marokkanischen Frauen ist damit ein wunderbarer Beweis des Fortbestands des vitalen Gestaltungswillens einer alten Volkskultur gelungen. Es entstanden Teppiche von ganz eigenwilliger und neuer lebensfroher Kraft. Wann immer es noch Restbestand gab, war die Wolle, das verarbeitete Vlies der Tiere, kostbar mit dabei. Denn darin bestand die Tradition der Ahnen, das Weltbild der Großmütter und Mütter. Heute versucht der Hype der Märkte auch diese<em> boucheraouite</em> (=Fetzen) genannten Teppiche der letzten Dekaden mehr oder weniger zu vereinnahmen. Mittlerweile setzt Vermarktung sogar schon auf KI designte Produktion, Hauptsache versehen mit dem Label „recycelt“. Wie werden die kreativen Frauen Marokkos in Fortführung ihrer Volkskultur dem nun weiters eigenständig begegnen?<p></p><p>Nähere Infos:<br><a data-cke-saved-href="http://www.hainag.com/" href="http://www.hainag.com/" style="color: rgb(14, 31, 50); text-decoration-style: solid; text-decoration-thickness: 1px; text-underline-offset: 2.736px;">www.hainag.com</a><br><a data-cke-saved-href="http://www.menzelgalerie.com/" href="http://www.menzelgalerie.com/" style="color: rgb(14, 31, 50); text-decoration-style: solid; text-decoration-thickness: 1px; text-underline-offset: 2.736px;">www.menzelgalerie.com</a></p><h4>Ausstellungsdetails</h4><p>Galerie hain AG WERK + RAUM, Sternwaldstraße 10<br>Dauer: Di, 21. Juli – Sa, 1. August 2026<br>Öffnungszeiten: Di, 21. & Di, 28. Juli: 17:30 – 19 Uhr<br>Webermarkt: Sa, 13 – 18 Uhr, So, 13 – 17 Uhr<br>Haslach-Tag am Sa, 1. August: 12– 14 Uhr<br>und nach telefonischer Vereinbarung: 07289 | 72 0 35</p>
Quelle: Tourdata


