Culture & Activities
Kepler Salon extern – „Was uns zusammenhält“. Über die Unordnung der Welt

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Die Welt erscheint selten geordnet, und doch streben Gesellschaften stets nach Ordnung. Zwischen religiösen Weltbildern, wissenschaftlichen Modellen und den algorithmischen Systemen der Gegenwart verändert sich, was wir unter Ordnung verstehen. Johannes Kepler und Georg von Peuerbach stehen für den Übergang von einer vorgegebenen zu einer gestaltbaren Weltordnung. Heute prägen ökologische, politische und technologische Umbrüche eine Zeit permanenter Veränderung, in der Ordnung immer wieder neu ausgehandelt werden muss. Toleranz und Widerstand werden dabei zu zentralen kulturellen Praktiken.
Im Mittelpunkt des Abends steht Wolfgang Müller-Funks Essay »Was uns zusammenhält. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit«. Er geht davon aus, dass die westlichen Demokratien weniger von außen als von innen gefährdet sind: Sie haben viel von ihrem Gemeinsinn und ihrer Fähigkeit eingebüßt, Konflikte friedlich auszutragen. Autoritäre Bewegungen greifen diesen Verlust auf und beschwören ein Wir, das dem Ich zum Triumph verhelfen soll. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind in sich widersprüchlich und stehen zueinander in Spannung. Demokratie erscheint so als die Kunst, sie immer wieder auszutarieren.
Diese Perspektive wird erweitert: Der Theologe Helmut Außerwöger fragt, was Ordnung und Unordnung aus religiöser Sicht bedeuten und was die theologische Tradition einer säkularen Demokratie zu sagen hat, die von Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht herstellen kann. Sein psychotherapeutischer Blick richtet sich auf das Verhältnis von Ich und Wir und auf die Überforderung, die Menschen im Wandel erleben. Die strategische Kommunikationsberaterin und Formatentwicklerin Kira Saskia Schinko fragt, welche Räume und Formate es braucht, damit Menschen einander zuhören, Differenzen aushalten und Gemeinschaft erfahren, statt sie nur zu beschwören. Der Abend lädt dazu ein, Ordnung und Unordnung als Teil eines fortwährenden gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses zu verstehen.
Gäste
Helmut Außerwöger - Theologe, Psychotherapeut
Wolfgang Müller-Funk - Kulturwissenschafter, Autor
Kira Saskia Schinko - Strategische Kommunikationsberaterin, Formatentwicklerin
Gastgeberin
Cornelia Lehner - Salonintendantin Kepler Salon
In Kooperation mit der communale oö 2026. Quelle: Tourdata
Im Mittelpunkt des Abends steht Wolfgang Müller-Funks Essay »Was uns zusammenhält. Über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit«. Er geht davon aus, dass die westlichen Demokratien weniger von außen als von innen gefährdet sind: Sie haben viel von ihrem Gemeinsinn und ihrer Fähigkeit eingebüßt, Konflikte friedlich auszutragen. Autoritäre Bewegungen greifen diesen Verlust auf und beschwören ein Wir, das dem Ich zum Triumph verhelfen soll. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind in sich widersprüchlich und stehen zueinander in Spannung. Demokratie erscheint so als die Kunst, sie immer wieder auszutarieren.
Diese Perspektive wird erweitert: Der Theologe Helmut Außerwöger fragt, was Ordnung und Unordnung aus religiöser Sicht bedeuten und was die theologische Tradition einer säkularen Demokratie zu sagen hat, die von Voraussetzungen lebt, die sie selbst nicht herstellen kann. Sein psychotherapeutischer Blick richtet sich auf das Verhältnis von Ich und Wir und auf die Überforderung, die Menschen im Wandel erleben. Die strategische Kommunikationsberaterin und Formatentwicklerin Kira Saskia Schinko fragt, welche Räume und Formate es braucht, damit Menschen einander zuhören, Differenzen aushalten und Gemeinschaft erfahren, statt sie nur zu beschwören. Der Abend lädt dazu ein, Ordnung und Unordnung als Teil eines fortwährenden gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses zu verstehen.
Gäste
Helmut Außerwöger - Theologe, Psychotherapeut
Wolfgang Müller-Funk - Kulturwissenschafter, Autor
Kira Saskia Schinko - Strategische Kommunikationsberaterin, Formatentwicklerin
Gastgeberin
Cornelia Lehner - Salonintendantin Kepler Salon
In Kooperation mit der communale oö 2026. Quelle: Tourdata


