Kultur & Aktivitäten
Don’t Touch!

Über
Wie lassen sich Farbtexturen mit den Augen „ertasten“? Ist die Oberfläche des Bildes tatsächlich rau – oder täuscht sie nur? Diese Ausstellung widmet sich der sinnlichen Erfahrung von Bildern, ganz ohne körperlichen Kontakt. Die Werke beeindrucken nicht nur durch ihre visuelle Präsenz, sondern auch durch die Art und Weise, wie ihre Materialien die Vorstellungskraft anregen. Sie eröffnen eine neue Dimension der Wahrnehmung, in der es nicht allein ums Sehen geht, sondern auch um das gedankliche Erforschen der Werkstoffe und Technik.
Erweiterung des Gemäldes durch alltägliches Material
Im 20. Jahrhundert erlebt die Kunst eine signifikante Veränderung: Künstler:innen greifen zunehmend auf alltägliche Materialien zurück. Neben kostbarer Ölfarbe, Blattgold oder Fresko finden Textilien, Pappmaschee, Holzstücke oder Latex Eingang in die künstlerische Praxis. Das Wertvolle, Auratische und Dauerhafte – lange zentrale Qualitäten der Kunst – geraten ins Wanken. Diese Entwicklung führt zu einer grundlegenden Neubewertung der Materialität und zur Erweiterung des klassischen Tafelbildes.
Transformationen kunstfremder Materialien
Adolf Frohner experimentiert früh mit collageartigen Bilderweiterungen und entwickelt daraus seine „Materialbilder“. Das im Forum Frohner ausgestellte Werk aus dem Jahr 1960 trägt diesen Titel bewusst.
Rudolf Polansky treibt dieses Verfahren ins Extrem. Seit den 1990er-Jahren verwendet er bevorzugt Industriematerialien: Plexi- und Acrylglas, Aluminium, Spiegelfolie oder Karton. Er entzieht ihnen ihre ursprüngliche Zweckgebundenheit und fügt sie mit Kunstharz, Silikon, Draht, Farbe oder Pigmenten zu neuen Strukturen und Assemblagen zusammen. Es entstehen Oberflächen von glänzend über matt bis spiegelnd, mit komplexen Texturen und Effekten. Seine zentrale Werkgruppe „Reconstructions“ eröffnet ein visuelles Feld, das die Betrachter:innen einlädt, in die Materialität einzutauchen. Quelle: Tourdata
Erweiterung des Gemäldes durch alltägliches Material
Im 20. Jahrhundert erlebt die Kunst eine signifikante Veränderung: Künstler:innen greifen zunehmend auf alltägliche Materialien zurück. Neben kostbarer Ölfarbe, Blattgold oder Fresko finden Textilien, Pappmaschee, Holzstücke oder Latex Eingang in die künstlerische Praxis. Das Wertvolle, Auratische und Dauerhafte – lange zentrale Qualitäten der Kunst – geraten ins Wanken. Diese Entwicklung führt zu einer grundlegenden Neubewertung der Materialität und zur Erweiterung des klassischen Tafelbildes.
Transformationen kunstfremder Materialien
Adolf Frohner experimentiert früh mit collageartigen Bilderweiterungen und entwickelt daraus seine „Materialbilder“. Das im Forum Frohner ausgestellte Werk aus dem Jahr 1960 trägt diesen Titel bewusst.
Rudolf Polansky treibt dieses Verfahren ins Extrem. Seit den 1990er-Jahren verwendet er bevorzugt Industriematerialien: Plexi- und Acrylglas, Aluminium, Spiegelfolie oder Karton. Er entzieht ihnen ihre ursprüngliche Zweckgebundenheit und fügt sie mit Kunstharz, Silikon, Draht, Farbe oder Pigmenten zu neuen Strukturen und Assemblagen zusammen. Es entstehen Oberflächen von glänzend über matt bis spiegelnd, mit komplexen Texturen und Effekten. Seine zentrale Werkgruppe „Reconstructions“ eröffnet ein visuelles Feld, das die Betrachter:innen einlädt, in die Materialität einzutauchen. Quelle: Tourdata


